Tischler wird Evangelist

Guntram Wurst (*1972) kommt zum Evangelisationsteam. Der gelernte Tischler lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Limbach-Oberfrohna. Er setzt sich seit vielen Jahren in seiner Kirchgemeinde ein. So leitete er u.a. die „Junge Gemeinde“, sang in verschiedenen Chören und arbeitet bei der Vorbereitung und Gestaltung eines evangelistischen Gottesdienstes (Neu Leben) mit. Dem Evangelisationsteam fiel der begabte Mann bereits vor einigen Jahren positiv auf, als er beim „Seminar für Evangelisation“ teilnahm. Derzeit absolviert der Evangelist ein Fernstudium am “Seminar für biblische Theologie” in Beatenberg (Schweiz). Da er über 20 Jahre als Handwerker im Berufsleben stand, kann er in seinen Vorträgen von den guten Erfahrungen, die ihm der christliche Glaube in den Höhen und Tiefen des Alltags ermöglicht hat, erzählen. Guntram Wurst wird auf Spendenbasis als Evangelist angestellt. Spendenzweck: WURST

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Fragen an Guntram Wurst 

Kann Deine Familie damit leben, dass der Vater in Zukunft nicht immer greifbar ist?

GW: Ja, das kann sie. Meine Frau und auch meine Kinder freuen sich mit mir, dass Gott mich auf diesen neuen und auch spannenden Weg schickt. Während meines noch laufenden Studiums haben sie mich unterstützt und in Ruhe arbeiten lassen. Sie haben das „nicht greifbar sein“ also schon geübt. Zweifellos werden die veränderten Abläufe für uns als Familie eine Umstellung. Diese werden wir aber meistern.

Du studierst per Internet seit einem Jahr an einer Bibelschule. Würdest Du das weiter empfehlen? Was fasziniert Dich dabei?

GW: Das kann ich absolut weiterempfehlen. Da ich aufgrund der familiären und auch arbeitsbedingten Bindung nicht auswärts studieren konnte, hat mir diese Form des Fernstudiums die Möglichkeit eröffnet, ein Bibelstudium zu absolvieren. Das Studium am sbt in Beatenberg ist toll aufgebaut und die Unterlagen sind hervorragend. Besonders fasziniert bin ich von Gottes Wort selber – der Bibel. Ich gewinne durch das intensive und zusammenhängende Lesen und Studieren tiefe Einsichten in die Wahrheit der Bibel, erkenne Zusammenhänge, verstehe Hintergründe, staune über Gott und sein Handeln – und freue mich besonders über Jesus. Wenn man die Bibel im Ganzen und all ihren Zusammenhängen liest und versteht, wird eines klar: Sie ist von der ersten bis zur letzten Seite Gottes gültiges Wort. Besonders toll finde ich, dass sich die Bibel vielfach selbst erklärt. Das entdecke ich immer wieder.

Warum willst Du als Evangelist arbeiten?

GW: Es macht mir persönlich große Freude, Sachverhalte oder Zusammenhänge so zu erklären, dass sie verstehbar werden. Nun ist die Bibel kein Sachverhalt und keine Literatur wie jede andere. Sie enthält die beste Nachricht der Welt. Diese Botschaft von Jesus kann Menschen retten und in die Ewigkeit bringen. Ich bin davon überzeugt, dass es keine wichtigere Entscheidung im Leben eines Menschen gibt, als die Entscheidung für oder gegen Jesus. Sie entscheidet über die Ewigkeit. Es ist heute mehr denn je notwendig, Gottes Wort klar, einladend, unmissverständlich und unverfälscht zu verkündigen. Ich möchte gerne als Evangelist meine von Gott gegebene Begabung einsetzen, um Menschen diese Botschaft weiterzusagen und sie zu Jesus einzuladen.

Hat Dir der Beruf „Tischler“ nicht mehr gefallen?

GW: Doch, das hat er, und ich habe sehr gern mit Holz gearbeitet. Allerdings hatte Gott offensichtlich einen anderen Plan mit mir. Durch einen Bandscheibenvorfall konnte ich für längere Zeit meinem Beruf nicht mehr nachgehen. In dieser Zeit ging es mir nicht gut, ich hatte Zukunftsängste und viele Fragen, vor allem die Fragen: warum? – und – was nun? In dieser Tiefe meines Lebens hat mich Gott aufgerichtet und ich konnte fragen: wozu? Diese Frage hat mir Gott sehr deutlich beantwortet, und mich auf einen neuen Weg „geschubst“. Auf diesem gingen vor mir plötzlich Türen auf, eine Zukunftsperspektive ergab sich, ich konnte Predigtdienste übernehmen und das Bibelstudium beginnen. Gott hat die Krankheit in meinem Leben dazu benutzt, um mich in den Dienst der Verkündigung seines Wortes zu rufen. Diesem Ruf, in den für mich neuen „Beruf“ des Evangelisten, folge ich gerne und mit einem fröhlichen und dankbaren Herzen.